Die richtige Urne für euren Hund auswählen: Material, Größe und Vorschriften

Es ist ein schwerer Moment, wenn es Zeit ist, von eurem Hund Abschied zu nehmen. Wenn ihr überlegt, wie ihr euren Vierbeiner bestatten möchtet, könnt ihr zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen. Urnen für Hunde geben euch die Freiheit, zu entscheiden, wo euer Haustier seine letzte Ruhe finden soll. Dieser Ratgeber unterstützt euch bei der Auswahl der passenden Tierurne und erklärt, was rechtlich zu beachten ist.

Urnen für Hunde: So wählt ihr das passende Modell aus

Es gibt einiges zu bedenken, wenn ihr eine Urne für euren Hund aussucht:

  • Material: Die Wahl des Materials beeinflusst Aussehen und Haltbarkeit. Beliebt sind Keramik, Metall, Holz, Stein oder biologisch abbaubare Materialien. Keramik und Stein sehen klassisch aus, Metall ist sehr robust. Biologisch abbaubare Urnen sind umweltfreundlich und eignen sich für Naturbestattungen.
  • Preis: Überlegt, wie viel ihr ausgeben möchtet. Die Preise beginnen bei etwa 20 Euro und variieren je nach Material und Design. Für das Verstreuen der Asche reicht oft eine einfache Pappurne.
  • Individualisierung: Viele Anbieter bieten Gravuren oder individuelle Bemalungen an. So könnt ihr den Namen und zum Beispiel ein Foto eures Hundes verewigen.
  • Beständigkeit: Überlegt, ob die Urne draußen oder drinnen stehen soll. Für den Außenbereich sind widerstandsfähige Materialien wie Metall oder Stein empfehlenswert. Für Innenräume könnt ihr auch empfindlichere Materialien wie Holz oder Keramik in Betracht ziehen. Für ein Erd-Begräbnis sind biologisch abbaubare Urnen geeignet.
  • Größe und Kapazität: Die Urne muss groß genug sein, um die Asche eures Hundes aufzunehmen. Das nötige Volumen richtet sich nach dem Gewicht eures Hundes: Bis 1 kg Körpergewicht benötigt ihr eine Urne mit 0,15 l Volumen, bis 8 kg braucht es 0,5 l und bis 12 kg sollte es 1 l Volumen sein. Hat euer Hund zwischen 12 und 20 kg gewogen, muss die Urne 1,5 l fassen. Bis 40 kg sollten es 2 l sein, bis 60 kg 3 l und für große Hunde bis 100 kg braucht ihr eine Urne mit 5 l Volumen.
KI-generiertes Bild eines liegenden Golden Retrievers neben einer silberfarbenen Tierurne.

Wie schwer euer Hund zu Lebzeiten war, entscheidet darüber, wie viel Volumen die Urne für seine Asche haben muss. – Bild: KI-generiert

Verschiedene Arten der Bestattung für euren Hund

Wenn es um die Bestattung eures Hundes geht, habt ihr abseits des eigenen Gartens noch weitere Möglichkeiten wie zum Beispiel:

  • Tierfriedhöfe: Hier könnt ihr die Urne eures Hundes in einem sogenannten Kolumbarium oder einem Erd-Grab beisetzen. Tierfriedhöfe haben eigene Regeln und bieten unterschiedliche Services.
  • Seebestattung: Eine Seebestattung ist besonders für Wasserliebhaber geeignet. Hierbei wird die Asche ins Wasser gestreut. Beachtet, dass ihr dafür oft eine Genehmigung benötigt.
  • Baumbestattung: Bei dieser modernen Bestattungsform wird die Asche mit einem Baum oder einer Pflanze begraben. Der Baum wird so zu einem lebendigen Andenken an euren Hund.

Wichtige rechtliche Infos zu Tierurnen

Bevor ihr entscheidet, wo ihr die Urne eures Hundes aufbewahrt oder begrabt, beachtet folgende Punkte:

  • Transport und Versand der Tierurne: Beim Transport der Urne, besonders ins Ausland, gibt es bestimmte Regeln, die ihr beachten müsst. Metallurnen sind zum Beispiel im Flugzeug nicht erlaubt. Ihr braucht vielleicht auch eine Bescheinigung des Krematoriums.
  • Urnen-Begräbnis im eigenen Garten: Oft dürft ihr die Urne in eurem Garten begraben. Aber informiert euch vorher über lokale Vorschriften, wie Abstand zu Wasserquellen oder Grabtiefe, die ihr beachten müsst. In einigen Fällen ist eine Genehmigung erforderlich.
  • Hundeur­ne zu Hause aufbewahren: In vielen Gebieten dürft ihr die Urne eures Hundes zu Hause aufbewahren. Meist gibt es keine speziellen Regeln dafür.